Mittwoch, 15. März 2017

Ein dickes Dankeschön


Im Mai letzten Jahres gehörte auch ich zu den Glücklichen bei Michaelas wunderbarem Druck- und Buchbinde-Workshop in der schönen Dombacher Mühle. Zwei Tage, die nicht vorhersehbare Auswirkungen haben sollten. Das Werkeln in der Gruppe, der Austausch, das Gegenseitig-über-die-Schulter-Schauen, das alles hat mir so gut gefallen, dass ich, als ich wieder zu Hause war, dachte: Das will ich öfter. Unbedingt.

Bücher binde ich schon eine ganze Weile. Es war nach meinem ersten Aquarellkurs auf Sylt vor gut zehn Jahren ganz selbstverständlich: Ich liebe Papier, mein ganzes Berufsleben dreht sich um Bücher, da war es vollkommen logisch: Bilder und Zeichnungen gehören ins Buch. Künstlerbücher sind mein Ding.

Und dann fand ich in der VHS in Eutin Menschen, die bereit waren, es mich ausprobieren zu lassen. Seit Herbst letzten Jahres unterrichte ich dort also „Buchbinden für Unerschrockene“. Zwei sechswöchige Mittwochabend-Kurse und ein Wochenende mit Skizzenbüchern sind über den Winter erfolgreich und fröhlich gelaufen, das nächste Studienjahr ist in Vorbereitung.

Und deswegen ist an dieser Stelle einmal ein ganz dickes Dankeschön fällig:

Danke, liebe VHS – Frau Bunse, Frau Petersen und Frau Scheuch –, dass Sie mich mit mehr als offenen Armen aufgenommen haben.

Danke, liebe Teilnehmerinnen, dass Ihr Euch auf das Experiment mit mir eingelassen habt. Dass ich Euch etwas zeigen und mit und von Euch lernen durfte.

Danke, Michaela, für den Stups in die richtige Richtung (auch wenn es Dir gar nicht bewusst war). 

Im Laufe des letzten halben Jahres ist im Kontext der Kurse eine ganze Reihe von kleinen Büchern entstanden: Hardcover, Softcover mit Papier bzw. Kunstleder bezogen, Bücher mit japanischer Bindung in mehreren Varianten, mit koptischer Bindung, mit Langstichbindung und solche mit Buchschrauben, Leporellos mit diversen Deckeln/Umschlägen, Faltbücher aus einem Blatt und allerlei Hefte (einfache Hefte, Doppelhefte, Zickzackhefte) sowie Lesezeichenleporellos – als Muster und Anschauungsobjekte. 








 Lauter kleine, feine Schönheiten.


 Eine richtige Schatzkiste, die sich zweifelsohne weiter füllen wird.

Vielleicht erlauben mir die Teilnehmerinnen auch noch, ihre selbstgebundenen Schönheiten zu zeigen. Dann folgt demnächst noch eine Fotostrecke.

 Wir haben geschimpft und geflucht, uns die Finger zerstochen, gewerkelt, geschnitten, genäht, geklebt, uns müde die Augen gerieben und gestaunt und gelacht.

Ihr habt mich sehr froh gemacht in diesem halben Jahr, alle miteinander.


Danke!


Kommentare:

  1. Liebe Elvira,
    wie schön! Ich freue mich so, dass ich mit dazu beigetragen habe und so den Virus weiter verbreite. So tolle Bücher sind entstanden. Von einem regelmäßigen Wochenkurs träume ich auch noch, dann kann man in Ruhe weitermachen.. muss aber immer alles mitschleppen....
    Freue mich, dass ich schupsen durfte und muss dich korrigieren, es war im April letzten Jahres, und diesmal war die andere Elvira da! Liebe Grüße und weiter frohes binden!
    Michaela

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    1. Vielen Dank, liebe Michaela. Du hast recht, das war am 16./17. April. Ich hab im Bulli auf dem Campingplatz übernachtet, deswegen dachte ich wahrscheinlich, es müsste Mai gewesen sein. Ja, bei meiner Namensvetterin habe ich auch schon gestöbert. Was habt Ihr wieder für schöne Sachen gemacht! Und jetzt wenden wir uns erst einmal dem Binden der Mini-Frühlings-Bücher zu, was? Ganz herzlich, Elvira

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