Montag, 15. Februar 2021

Winter

 

Was hatten wir schöne Wintertage mit krachkalter Luft und knallblauem Himmel. Ich war am Freitag am Westensee spazieren, am Samstag an der Ostsee und am Sonntag an unserem "Haussee", dem Seekamper See. 

Spektakulärer Sonnenaufgang am Sonntag.

Während Lili es sich weiterhin im Pullover gemütlich macht. (Was lasse ich den auch auf dem Boden liegen? Das ist doch geradezu eine Aufforderung zum Reinkriechen.)


Auf dem See und auf den Feldern ringsum sind schon unglaublich viele Zugvögel, die für eine Nacht oder zwei Tage Rast machen.


Donnerstag, 11. Februar 2021

Kitchen-Table-Art

 Das Dach in diesem alten Bauernhaus ist nicht so richtig gut gedämmt, oben ist es also grad eher kühl, aber im Wohn/Esszimmer bollert der Ofen, und so habe ich das "Atelier" auf den Esstisch verlegt. 

Draußen ist es krachekalt, aber sehr schön. 





Kein Wunder, dass Lili lieber neben dem Ofen pennt als hier draußen in ihrem Haus, oder?

Dienstag, 9. Februar 2021

Suchbild mit Vogel

 Im Norden schneit es. Habe ich so lange nicht erlebt.

Die Spatzen und andere sind ganz wild auf den Futterspender. Und dann suchen sie Schutz im Rund. Aber wo?


Ich habe jetzt einen Vogelbaum.

Kürzlich habe ich sie - auf meine Art - auch künstlerisch verewigt. Hier war und ist so viel los, dass ich mit allem anderen nicht hinterherkomme. Aber ich will unbedingt wieder ins Atelier und habe das #the100dayproject zum Anlass genommen, endlich wieder Stift und Pinsel in die Hand zu nehmen. Meine persönliche "challenge" lautet, jeden Tag nach draußen zu gehen - ob für zwei Minuten in den Garten oder zwei Stunden durch den Wald - und etwas mitzubringen, um es zu zeichnen, oder unterwegs oder aus dem Gedächtnis etwas zu zeichnen. 

 

Derweil macht Lili es sich in meinem irischen Schafwollpullover (auf Links gedreht) gemütlich.


 

 
 


 

 

   



Freitag, 25. Dezember 2020

Frohes Fest

 

Ich wünsche allen ein frohes Fest, wie und wo auch immer Ihr die Tage verbringt. Demnächst mehr darüber, warum es hier die letzten Monate so still war. Für heute schicke ich erst mal meine guten Wünsche in die Welt. Zu Euch.

Freitag, 4. September 2020

Weiter auf der Wolfsspur

Es sind noch einige abstrakte Landschaftscollagen aus Gelatinedruck-Papieren entstanden, mit denen ich der Wolfsspur weiter folge. Ich wollte ja nicht so richtig damit rausrücken, was es mit dieser Spur auf sich hat, aber ... Also gut. Von vollkommen unerwarteter Seite kam vor einigen Wochen eine Rückmeldung zu meinem Blog mit der Anmerkung, ich käme mit meinen Landschaften "sehr, sehr nah an Wolf Kahn". Was mir, als ich mal nachschaute, was das für ein Maler ist, erst einmal den Atem verschlug. Aber so richtig. Puh. Ich? Da nah dran? Aber es weckte auch etwas in mir, und dass es das tat, das war richtig toll.


Ich bin ja ein Büchermensch, und deswegen habe ich mir gleich als Nächstes einen dicken Ausstellungskatalog besorgt und ganz viel darin geblättert und geschaut und gestaunt. Seine Farben sprechen mich natürlich sehr an. Ein einziges Schwelgen. Ein Farbenfest, das Lust machte, mich damit auseinanderzusetzen. Aber wie?

Ein bisschen was von dem Prozess habe ich hier auf dem Blog schon gezeigt. Am Ende waren 152 kleine Gelatinedrucke dabei herausgekommen, die ich dann zu zwei Künstlerbüchern verarbeitet habe. 

Dann bekam ich Lust, größere Drucke anzufertigen, und druckte flächig auf 30x30-Papier. Und nachdem die Fjordnorwegen-Collagen entstanden waren, war von dem bunt bedruckten Papier noch ziemlich viel übrig. 

Diese Collagen habe das Format 16x23 cm. Und die Reise ist noch nicht zu Ende. Die gedruckten Farbflächen haben etwas, was mir sehr gefällt und was ich mit dem Pinsel so niemals hinkriege. Und ja, ich hab's probiert.



There's more to come ... 







Donnerstag, 27. August 2020

Fjordnorwegen

Ich träume mich mit meinen großen Collagebildern nach Norwegen an den Fjord, denn eine Reise dorthin im Bulliatelier war in diesem Jahr wegen Corona-Reisebeschränkungen, aber auch aus anderen Gründen nicht möglich. 

Ich habe zuletzt unglaublich viel Gelatinedruck gemacht - stark abstrahierte, angedeutete Landschaften / Gebirge, Häuser, Pflanzenabdrucke. Dann kam die große Hitze, und es ging erst einmal gar nichts mehr, denn im Atelier unterm Dach war's viel zu warm. Derweil sind die Sonnendrucke entstanden, die ich neulich gezeigt habe. Hin und her habe ich die Gelatinedrucke sortiert: Sollten es thematische Künstlerbücher werden? Bilderserien? Leporellos? Ich kam zu keinem Schluss. Doch am Montag war mir plötzlich klar, dass das alles zu größeren Arbeiten zusammenfinden muss. Und so sind drei Landschaften mit Häusern entstanden, die mich sehr an Norwegen erinnern. Vor allem die bunten Häuser. Die blauen Bergketten im Hintergrund. Vorne dran Wasser, Grün, Getreidefelder.



50x70, das ist schon ein ordentliches Format. Mein Herz juchzt. Ich glaube, das waren noch nicht die letzten Collagen dieser Art. Bedruckte Papiere und Schnipsel habe ich jedenfalls noch in Hülle und Fülle. Und der Klebstoff (Acrylbinder) geht mir so schnell auch nicht aus.



Dienstag, 18. August 2020

Sommer

Am frühen Morgen hat es ganz leise ein wenig geregnet. Leider wirklich nur ein wenig - die Feuchtigkeit ist keine 2 Millimeter in den mindestens auf Spatentiefe staubtrockenen Boden eingedrungen. Das weiß ich so genau, weil ich eben schon ein paar Kartoffeln ausgebuddelt habe. Die muss ich nicht mal waschen ... 

Aber es hat deutlich abgekühlt, und darüber bin ich sehr, sehr froh, denn ich habe seit ein paar Tagen Sonnenallergie an der Innenseite der Unterarme. Da, wo die Haut am zartesten ist. Ich kann gar nicht beschreiben, wie teuflisch diese Pusteln jucken. Die Kombination aus unablässigem Schwitzen und Der-Sonne-einfach-nicht-aus-dem-Weg-gehen-Können tut mir nicht gut. Ich lebe auf dem Dorf, rundherurm fuhren bis spät in die Nacht die Mähdrescher über die Felder, es wurde Getreide und Stroh eingefahren, Heu gemacht. Die Luft war unglaublich staubig. So staubig, dass ich morgens oft mit krustigen Augen aufgewacht bin. Als ich gestern von einer Einkaufstour nach Hause kam, bin ich regelrecht erschrocken, wie verdorrt die Hecken sind. Manche Sträucher haben schon ihr ganzes Laub abgeworfen. Puh. Es waren wirklich ein paar sehr anstrengende und gefühlt sehr lange heiße Wochen. Lange, heiße Tage ... Die ich nur ausgehalten habe, wenn ich morgens - nach dem Motto: erst mal runterkühlen - schon sehr früh eine Runde im See geschwommen bin.

Der Blick aus der Küchentür nach draußen fällt auf Rosen, die gerade in der zweiten Blüte  sind. (Im Hintergrund das halbfertig aufgestellte Gewächshaus. Eine lange Geschichte. Zur nächsten Saison ist es ganz bestimmt einsatzbereit.)

Ich liebe die Kombination aus Rosa und Pink.



Was dank intensiver Bewässerung ebenfalls wunderbar wächst, sind die Bohnen, die sich inzwischen eine Wäscheleine erobert haben. 


Da juchzt das Gärtnerinnenherz. Hokkaido und Zucchini tun sich dieses Jahr schwer, auch der Mangold ist ein echter Spätzünder, und dem Feldsalat war es vermutlich bisher zu warm zum Keimen. Aber die Bohnen? Erste Sahne.


Samstag, 15. August 2020

Sonnendruck

Etwas, was ich noch nie gemacht habe. Beim ersten Mal habe ich es draußen in der prallen Sonne ausprobiert. 


 
Leider kam dann doch leichter Wind auf und warf ein bisschen Sand drüber und schlug die Plastiktischdecke um. Die Ergebnisse waren eher blass, und da sich nicht alle Blätter plan auf das nasse Aquarellpapier auflegen ließen, gab's auch etliche Papiere, auf denen nur bunte Farbkleckse zurückblieben. Ach, für irgendwas kann ich die immer noch gebrauchen. 
 





 
 
 
Dann habe ich im Netz Michaelas tolles Anleitungsvideo entdeckt. Ah! Danke, liebe Michaela, das ist super! Man braucht gar keine Sonne, wichtig ist die Wärme. Na, davon gibt es oben unterm Dach reichlich. 

Für die zweite Runde konnte ich mich also ins Haus zurückziehen. 



Leicht abgewandelte Farbpalette und, wie Michaela es im Video zeigt, nach dem Auflegen der Blätter noch mal mit reichlich Farbe dazwischen.  Ah!