Freitag, 18. Januar 2019

Winterblüte

Neben die Haustür habe ich vor fünf Jahren eine Lonicera purpusii gepflanzt, eine Winter-Heckenkirsche oder Winter-Duftheckenkirsche - engl. Winter-Beauty -, ein wunderbarer Witerblüher mit einem berauschend zarten Honigduft, der einen zusammen mit beharrlichem Insektensummen einhüllt, wenn man aus dem Haus tritt. Ihre Hauptblütezeit ist Februar/März. Doch diesmal ist sie früh dran, in den letzten Tagen zeigte sich jeden Tag beharrlicher, dass sie bald blühen möchte. Und dann hat sich heute Nacht der Schnee darauf gelegt.

 


Montag, 14. Januar 2019

finishing touch

Ich mochte das Regattabild (sonst hätte ich es hier nicht gezeigt), aber irgendetwas daran gefiel mir auch (noch) nicht. Manchmal muss man Sachen ein paar Tage oder länger anschauen, bis sie einem sagen, was sie noch brauchen. Und hier fehlte mir eindeutig noch etwas. Aber was?


Am Wochenende habe ich hauchdünnes japanisches Zeichenpapier "eingebläut" und in Streifen gerissen.

 

Et Voilà! Jetzt ist es da, wo ich es haben wollte. Jetzt kann ich es frohen Herzens verschenken. Und besseres Licht zum Fotografieren ist heute auch ...

Samstag, 12. Januar 2019

Regatta

Bei diesem Bild habe ich verschiedene Stadien fotografisch dokumentiert. Die Fotos sind leider nicht alle ganz ganz scharf, dazu fehlt im Moment einfach das richtige Licht zum Fotografieren. Grundlage ist ein Bogen Packpapier, ca. 95 x 110 cm.






Acryl und Collage auf Packpapier

Dienstag, 1. Januar 2019

Frohes Neues!

Ich hoffe, alle meine Leserinnen und Leser und gelegentlichen Gäste, Besucherinnen, Flaneure sind gut ins neue Jahr gekommen. Ein herzliches Dankeschön fürs Vorbeischauen, Kommentieren, Teilhaben. Und die ebenso herzliche Aufforderung: Nicht bloß gucken. Macht! Spielt!

In der letzten Kurve des ausgehenden Jahres ist aus einigen Drucken von hier noch ein schlankes Leporello entstanden. Innen knallig bunt, wie ich's einfach gerne hab, und außen schlicht und elegant.



Rückblick
Für mich als Kopf- und Handwerkerin war es kein leichtes Jahr. Im Januar im Schnee ausgerutscht, das rechte Handgelenk gebrochen, dann CRPS. Zwei Monate nicht autofahren dürfen (auf dem Land, in einem Dorf, wo es nichts gibt), die Hand geschwollen, steif, voller Schmerzen. Alles mit links erledigen: Kartoffeln schälen (!?), Gemüse schnippeln, Haushalt und Katzen versorgen ... Gut gemeinte, aber falsche Therapie, den Weg da raus finden ... Und dabei sehr viel Hilfe und Unterstützung erfahren, durch Freundinnen und Freunde, Therapeutinnen, Ärztinnen und Ärzte.  Jetzt, fast ein Jahr später, kann ich mit der Hand immer noch nicht richtig greifen, das Handgelenk ist nach wie vor stark bewegungseingeschränkt, und ich nehme noch Schmerzmittel. Aber ich habe den Weg gefunden, und das ist gut. Dabei hat die Kunst keine geringe Rolle gespielt. Sobald ich den Kleisterpinsel irgendwie zu packen kriegte, habe ich die ersten Collagenblätter geklebt. Und von da ging es immer ein bisschen weiter. Der Höhepunkt meines Künstlerjahres war zweifellos die Ausstellung meiner Arbeiten in Bordesholm, zu der ich sehr viel wunderbare Rückmeldung bekommen habe. Danke!

Ausblick
Ein paar Kleinigkeiten liegen noch auf dem Tisch, die fertig gemacht werden wollen.


Doch daneben habe ich auch die ersten beiden (von vier) großen Leinwände aufgespannt (1 x 1,20m) und grundiert. Das wird aufregend, arbeite ich doch seit Jahren auf Papier und in kleinen Formaten.


In diesem Sinne also, auf ein Neues! Auf das Neue!


Mittwoch, 26. Dezember 2018

Adventspost 21-25 und Extrapost


Wie schade, dass es schon wieder vorbei ist. Und wie schön, dass es war. Es ist sehr düster heute, dicke, tiefe Wolken, Nieselregen, keine Sonne, aber ich habe die Karten  trotzdem fotografiert und zeige hier mit Freude die letzten eingegangenen Karten der Advents-Post-Kunst aus Gruppe1 und eine Extrapost.


Links von oben nach unten: gestempelte, gemalte und genähte, wie im All schwebende Marks von Luitgard (ohne Blog), hauchzarte Marks und Kreise mit der Ermahung, das 5. Lichtlein nicht zu verpennen, von Ulrike und die Glitzerexplosion, eine Exptrapost von meiner Namensvetterin.
Rechts der wunderschöne Collage-Engel, der die Magie der Weihnachtszeit beflügelt, von Veronika, der gute Stern, der sich (sehr raffiniert) aus mehreren Sternen zusammensetzt und bei der Orientierung hilft,von Bärbel und unten die mausegraue Weihnachtsmaus, deren Spuren man nur einmal im ganzen Jahr findet, von Andie.

Ho, ho, ho, ich fühle mich reich beschenkt, Ihr alle. Habt ganz herzlichen Dank. Ich weiß noch nicht, ob ich aus allen Karten ein Buch binde oder ein Leporello bastele oder sie einfach in eine Schachtel packe und ab und zu mal anschaue.


Freitag, 21. Dezember 2018

Making of Nr. 20

Vorab zunächst ein ganz herzliches Dankeschön an Tabea und Michaela vom Post-Kunst-Blog für die Initiative und dieses fantastische Thema. So schlicht, so vielfältig! Da habt Ihr was in Gang gesetzt. Ich staune jeden Tag über die tollen Karten, die auf Eurer Seite verlinkt werden. Sa-gen-haft.


Mir war relativ schnell klar, dass ich wegen allem zwischen Weiß und Schwarz auf grauem Fotokarton arbeiten wollte. Irgendwo hatte ich im Herbst im Netz die Sache mit den Seifenblasen aufgeschnappt und mir nach ein paar Recherchen auf Grundschul- und Kindergartenseiten gedacht, so schwer könnte das nicht sein.


Ha!, sag ich da nur. Wie viel Spülmittel auf welche Menge Wasser? Und wie beeinflussen Pigmente und Bindemittel der Acrylfarbe die Blubberfähigkeit? Das konnte nur eines heißen: Try and Error.


Also, so elegant wie Katja (unbedingt den Film anschauen!) habe ich es nicht hinbekommen; ich habe das Glas mit dem weißen Blubber einfach überlaufen lassen und mal hier, mal da über die großen Bögen gehalten, damit der weiße Schaum irgendwo landen konnte.



Und dann kam Schwarz dazu (Tusche! Ich dachte, da umgehe ich das Problem mit den Pigmenten ...). Gepustet. Noch viel schwieriger: Wie bringe ich die Seifenblasen dazu, auf dem Karton zu landen und nicht irgendwo im Zimmer zu zerplatzen? Auf dem oberen Bild sieht man eine Seifenblase, die auf dem Karton gelandet ist, darunter der Ring, den sie hinterlässt, wenn sie geplatzt ist. Wunderschöner Effekt, aber nicht zu steuern. Manchmal gab's auch gar keine Blasen, dann sind die Spritzer einfach so auf dem Karton gelandet. Alles sehr unvorhersehbar. Eigentlich ja ganz nach meinem Geschmack.


Noch ein paar frische Kartons, weil's so schön ist ...


Trocknen lassen, noch ein paar weiße Blasen dazugepustet. Das Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Doch nach dem Trocknen und Glattbügeln war mir der Kontrast insgesamt zu schwach (weil das Schwarz zu einem dunkeln Grau auftrocknete), also habe ich schwarze Marks auf weißes Papier und weiße Marks auf schwarzes Papier gebracht und davon Kreise ausgetanzt und auf die zurechtgeschnittenen Karten geklebt.


Am Ende bekamen alle Karten noch einen Überzug aus wasserfestem Holzleim, damit sie unterwegs keinen Schaden nehmen.


So haben sich 24 plus 3 Extrakarten auf den Weg gemacht (eine in die Schweiz, eine nach Österreich und eine nach Israel waren bei diesem Fototermin bereits unterwegs). Die ersten Rückmeldungen gab's schon am Dienstag. Inzwischen sollten alle gut gelandet sein. Und jetzt freue ich mich auf die Karten der nächsten Tage!




Mittwoch, 19. Dezember 2018

Adventspost 13-17, 19

Heute kann ich die nächsten sechs Karten aus Gruppe 1 zeigen:


Von oben nach unten: ein musterhafter Tannenwald von Tabea auf vielen Papierschichten (so fühlt es sich jedenfalls an), wilde Marks von Clara (wie sie entstanden sind zeigt sie hier) und graue und schwarze Pünktchen, Punkte und runde Flächen, die sehr schön die Zwischentöne ausloten, von Martina (leider ohne Blog).


Oben "Liebe, Frieden, Sternentanz ..." mit Weihnachtszauberglitzer von Angelika, links unten schönste Harmonie durch Zusammenbringen der Gegensätze von Heike und rechts unten ein Spaziergang (leise, leise) durch die Rauhnacht von Maike.

Nr. 18 fehlt mir noch.

Danke, Ihr wunderbaren Postkünstlerinnen. Ich habe weiterhin sehr viel Freude an Euren Karten und bin absolut begeistert über die vielfältigen Herangehensweisen (und gespannt, ob die eine oder andere noch zeigt, wie sie entstanden sind).

Sonntag, 16. Dezember 2018

Sternenbindung

Heute habe ich mich an einer Variante der japanischen Bindung versucht, eine Sternenbindung (falls das die richtige Bezeichnung ist).


Im Sommer schon mal zusammen mit einer Freundin ausprobiert (da musste ich aber nicht das Löcherstanzen übernehmen, sondern nur - auf Ansage - nähen), fand ich, dass sich damit sicher auch sehr schön ein klassisches Fotoalbum binden ließe.


Da waren ganz schön viele Löcher zu stanzen! Zwei Deckel, 12 Innenblätter, 12 Spinnenpapiere, 12 Abstandhalter mal 13 Löcher ...


 Beim Nähen habe ich am Anfang zwei "Helferlein" eingesetzt, damit nicht alles auseinanderrutscht.


Von oben sieht man die Abstandhalterstreifen aus grauem Fotokarton, die ich zwischen die Blätter gelegt habe.


Und das Spinnenpapier - vor langer Zeit schon gekauft - kam endlich auch zum Einsatz.
Die "Nähanleitung" stammt von diesem wunderbaren Blog.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Adventspost 7-12

Weitere Adventspostkarten haben den Weg in den Norden gefunden:

 


von oben nach unten: abstrakte Landschaft von Bhupali, die sich mit "sanft gewellten Hügeln, Wiesen und Weiden" auf Carmens Karte fortsetzt, ins Blau spielende Pinselmarks von Kristina, gepunktete Sterne und Blätterdruck von Charlotte, fünfundzwanzig dramatisch ins Szene gesetzte Adventswörter von Katja und eine traumhafte Kalligrafie von Jutta (ohne Blog, ohne Instagram - wie schade!). Ihr Lieben, die Reihe hätte kaum schöner fortgesetzt werden können. Ich habe eine Riesenfreude an Euren Karten - wie unterschiedlich sie sind und wie schön sie doch zusammenspielen. Danke!

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Werkeleien


Das Atelier wird zur Werkstatt, in der im Augenblick gerade ziemlich viel Papier verarbeitet wird. Ach, das macht Spaß. Es ist noch nicht alles fertig, und ich kann's auch nicht richtig zeigen, aber einen kleinen Teaser wollte ich doch setzen.


Dienstag, 11. Dezember 2018

Finissage

Am Sonntag haben wir - mitten im Weihnachtsmarkt-Abbau-Trubel - meine Bilder im Gemeindehaus abgehängt, die Vitrinen leer geräumt und alles im Auto verstaut. Dank dreier fleißiger Helfer war das schnell erledigt.

Dieses Häuser-Bild habe ich unter allen, die mir einen Gästebucheintrag hinterlassen und ihr Interesse daran bekundet haben, verlost:


Am Freitag kann ich es hoffentlich der Gewinnerin übergeben.
Überhaupt, dieses Gästebuch in Zettelform:


Ich möchte allen, die sich die Mühe gemacht haben, mir ein paar Worte zu schreiben, von ganzem Herzen danken. Das bedeutet mir sehr viel.

Fast alle Bilder und Künstlerbücher sind nun wieder zu Hause und warten darauf, wieder aufgehängt oder weggepackt zu werden.


Meine erste öffentliche Ausstellung, was für eine aufregende, herzzerreißend spannende Erfahrung.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Adventspost 1-6



Wunderschöne Adventspost fand in den letzten Tagen den Weg in meinen Briefkasten. Von oben links nach unten rechts: Sternennebel von Eva, Weihnachtskugeln von Elke, Glögg-Marks von Sandra, typografische Grüße von Marjukka, Schlaufen von Christiane und Adventsfarben zum heutigen Nikolaus von Uta. Was für ein fantastischer Auftakt! Danke, Ihr Mail-Art-Künstlerinnen für dieses Feuerwerk an Ideen! Das Einzige, was mir im Moment fehlt, ist ausreichend Tageslicht zum Fotografieren. Die Typo-Karte zeige ich noch mal aus einem anderen Winkel, damit man ein bisschen besser erkennt, was drauf ist.


Meine Karten sind fertig, dürfen aber noch ein bisschen im Warmen ausharren, denn ich bin erst am 20. dran ...




Donnerstag, 29. November 2018

Ein Stern

ist der erste Adventsschmuck in meinem Haus.


Gefertigt hat ihn Susanne und mir zugedacht als Dankeschön für meinen Beitrag zu ihrer Tapete. Wie die Sterne entstanden sind, erklärt sie hier.


Eine kleine Botschaft war auch noch dabei. Vielen Dank, liebe Susanne, der Stern ist wunderschön und wird einen ganz besonderen Platz bekommen. Und es war toll, an Deiner Tapete mitwirken zu können, auch wenn das Maß von 4,5 x 1,5 cm mir eine rechte Herausforderung war. Und die fertige Tapete ist wunderschön geworden!

Samstag, 24. November 2018

Miniaturlandschaften II

Auch im Kritzelbuch sind noch ein paar Miniaturlandschaften entstanden. Zunächst mit reduzierter Farbpalette. Das getönte Papier mischt auch mit:



Und dann noch zwei Seiten mit Aquarellfarben und Ölpastellkreiden. Auf dem getönten Papier leuchten die Farben leider nicht so schön wie auf weißem oder naturweißem Papier.



Eine Übung aus dem Kurs translating landscape mit Anita Lehmann, die ich sicher in mein Kreatives-Aufwärm-Repertoire aufnehmen werde. Auch mit anderen Motiven. Wenn man das vorher sorgfältig (ja, sorgfältig, sie das vierte Bild rechts unten ...) abklebt, ist die Wirkung hinterher ganz entzückend. Und sie schult das Sehen. Und übt das Reduzieren. Wie sagt Anita im Video: "Die schönsten Quadrate sind womöglich am Ende die, wo nicht so viel drauf ist."