Freitag, 11. Oktober 2019

Kladde

Es muss ein sonniger Tag gewesen sein, als ich die Fotos gemacht habe, gefühlt ist das sicher schon sieben Wochen her ...


Das Innenleben dieses Doppelhefts besteht aus zwei dicken Schulheften, da brauchte ich nichts mehr zu schneiden und gar nichts.


Ich mag das fette lilafarbene Gummiband im Kontrast zu Grün-Blau-Tönen. Und einen Rest eines Lieblingsstoffs konnte ich auch noch verarbeiten.


Und hinten habe ich kleine Charms eingefädelt.

Sonntag, 6. Oktober 2019

vorher - nachher

Es ist immer noch so, dass mir mehr nach Handwerk ist als nach Kunst. Keine Ahnung, was da los ist. Jedenfalls habe ich mir die Tage einen kaputten Lampenschirm vorgenommen.


Ich mochte diese Lampe immer sehr, aber nachdem sie zwei oder drei Mal runtergefallen war, wanderte sie in ihrem desolaten Zustand für lange Zeit auf den Speicher. Einen passenden Schirm irgendwo zu finden, der von den Proportionen perfekt passt, erwies sich als Ding der Unmöglichkeit. Und das Drahtgestell war ja noch intakt ... Also habe ich zuerst alle Teile gelöst, dann den Schirmbezug sorgfältig vermessen und anschließend ein Dummy aus Packpapier hergestellt. Sitzt noch nicht perfekt, aber die Richtung stimmt.


Bei der ersten richtigen Version habe ich das Papier mit Holzleim kaschiert und das Schrägband mit Leim festgeklebt, aber das war alles in allem die absolute Pleite: Das Papier sah total künstlich aus und das Schrägband verrutschte und knubbelte und saß schief und krumm. Also habe ich das Ganze am nächsten Tag wieder auseinandergenommen und in die Tonne gehauen (ohne Fotos zu machen!).
Bei der zweiten Version habe ich das Papier auf der Unterseite mit etwas Aufbügelbarem aus der Nähzubehörkiste verstärkt. Keine Ahnung, was genau das war, denn ein Etikett war nicht mehr dran. Aber es erfüllt seinen Zweck perfekt. Und das Schrägband habe ich der Länge nach in der Mitte durchgeschnitten, sodass ich es nur noch mit einer Lage Stoff zu tun hatte. Viel besser zu bändigen! 


Jetzt kann sie wieder strahlen!

Mittwoch, 25. September 2019

Spätsommernachlese

Zwei Skizzen aus dem Kritzelbuch möchte ich noch zeigen:


Hof Hülltoft, der heute zur Nolde Stiftung gehört, vom Café in der Nolde Stifung Seebüll gezeichnet. Dieses Café mit seinen großflächigen Fensterwänden, die den freien Blick in die Landschaft erlauben, ist einfach ein schöner Ort. Der Besuch war ein guter Anlass, das Internet zu Nolde im Nationalsozialismus zu befragen. Im Zusammenhang mit der Berliner Ausstellung bin ich auf einige sehr erhellende Interviews und Zeitungsartikel gestoßen.


Und jetzt noch eine Fotostrecke von einem der letzten sonnigen Tage vergangene Woche. Meinem Kater geht es gut. Ich glaube, man sieht es:





















Manche Katzentiere legen sich rein in die Katzenminze. Leo frisst sie mit Genuss.
Ich wollte ja ein Filmchen daraus basteln, aber das habe ich einfach nicht hinbekommen. Sorry für die Bilderflut

Mittwoch, 18. September 2019

Schwarzes Gesso

Eine Kritzelbuchseite, die nun wirklich vermurkst war, habe ich mit schwarzem Gesso überstrichen und dann mit Acrylmarker und Buntstiften darauf gemalt.


Toll fand ich, dass sich die Buntstifte auf dem rauen Gesso ganz wunderbar abreiben. Das gibt einen ganz besonderen Strich, der mir gut gefällt. Der Stängel ist wohl eher wie eine T-Kreuzung geraten, aber ... na ja. Ich bitte darüber hinwegzusehen. Was ich sagen will: Die Kombination schwarzes Gesso und Buntstifte wird sicher noch öfter Eingang in meine Kritzelbücher halten.

Dienstag, 17. September 2019

Wieder ansetzen


Nach zwei Wochen voller Sorgen, schwieriger Entscheidungen, dringender Erledigungen und nerviger Alltagsunwägbarkeiten - in denen ich gefühlt keine freie Minuten hatte und obendrein mit einer fiesen Blasenentzündung drei Tage im Bett lag -, mit der Kunst wieder neu anzusetzen fällt mir gerade schwer. Im Kopf unzählige Ideen, in diversen Kisten noch ein paar nicht fertiggestellte Projekte.

Gut ist da ein handwerkliches Projekt, denn das beschäftigt ein wenig den Kopf, die Hände aber sehr, sodass sie "warmlaufen" können.


Ein Skizzenheft/Skizzenbuch mit 4 Gummizügen, in das ich 2 x 4 gefalzte Blätter Zeichenpapier und 2 x 4 gefalzte Blätter Aquarellpapier eingehängt habe.


Mit schwarzem Buchleinen am Rücken und Elefantenhaut als Bezugspapier bewusst schlicht gehalten, damit die Freundin, für die ich es gefertigt habe, es je nach Verwendung selbst gestalten kann.


Die Blätter sind 50 cm breit (gefalzt 25 cm) und 23 cm hoch - das lässt sich aus einem gängigen 50x70 Bogen mit sehr wenig Verschnitt schneiden.

Nach demselben Prinzip ist für das Chorkonzert am nächsten Sonntag eine Mappe für fliegende Notenblätter entstanden. 



Allerdings habe ich hier den Rücken zweimal gefalzt, um eine kleine Griffleiste zu erhalten.


PS wir - der reger-chor-bordesholm - bieten am Sonntag, den 22. September 2019, um 17.00 Uhr in der Klosterkirche Bordesholm unter der Leitung von Ann-Kristin Blöß und Volker Willrodt Chormusik englischer Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart dar:  Werke von Händel, Byrd, Weelkes und Purcell begegnen neueren englischsprachigen Kompositionen von Parry, Lauridsen und Copland. Ein Streichquartett (Frauke Diedrichsen, Meike Roggenkamp, Norburg Najock, Christoph Mohr) spielt Musik von Purcell u.a.

Ich freu mich drauf, und mit dieser handlichen, leichten Mappe erst recht ... 


Samstag, 7. September 2019

Sommerpost - Making of Nr. 7



Das ist meine Sommerpost. Jedes Heft in einer anderen Farbe. Wie sie entstanden ist, will ich heute zeigen.

Ein Blatt hat mit Hilfe von stark verdünnter Farbe am unteren Rand einen blauen Wellenrand bekommen.


Ich habe die Blätter mehrfach trocknen lassen und wieder eingetunkt, aber unterschiedlich tief. Und anschließend glattgebügelt.


Ein Blatt hatt außen einen Rand aus grauen Seifeblasenkringeln bekommen.


Zwischendurch immer wieder trocknen lassen. Den Vorgang auf Vorder- und Rückseite wiederholen. Und anschließend bügeln.


Das nächste Blatt (graues Zeichenpapier) bekam auf einer Seite eine Frottage. Gras unterlegen, einmal mit weißer und einmal (leicht versetzt) mit schwarzer Wachskreide abreiben. Dann mit blauer Aquarellfarbe für Wasser-Wachs-Abperlung sorgen.



Für das mittlerste Blatt habe ich eine Radierung abfotografiert und mit selbstkreierten Linien zu einem an ein Schreibheft erinnernden Blatt gestaltet.



Und auf das fünfte (äußerste) Blatt (Aquarellpapier) kam für die erste Seite meines Hefts eine Vogelcollage und für die letzte Seite eine Vogelzeichnung in Tusche zum Ausmalen.



Für die Umschläge habe ich farbige Fotokartons genommen und in mehreren Durchgängen mit verdünnten Acrylfarben besprenkelt.



Selbverständlich auch hier: Zwischendurch immer wieder trocknen lassen.


Verziert wurden die Umschläge mit kreisrunden Ausschnitten aus einem Straßenatlas (für jede einen Kreis mit ihrem Wohnort - mit dem Hintergedanken "von da schwärmen sie im im Sommer in alle Himmelsrichtungen aus), Vogelbriefmarken, Stanzfedern, bunten Kreisen.


Das ist mein eigenes Heft. Ich war überzeugt, dass ich die Arbeitsschritte alle fotografiert habe, aber ich finde die Fotos einfach nicht mehr. So kann ich nur noch mein Heft zeigen. Egal. Viel wichtiger ist ja, dass die Hefte bei den Empfängerinnen ankommen und Freude bereiten.

Die Briefumschläge wurden mit "Briefmarken" aus meinen sidewalk-cracks-Vögeln aus der Kids Art Week von Carla Sonheim aufgepeppt.


So, geschafft. Das war wieder eine tolle Postaktion von Tabea und Michaela. Ein herzliches Dankeschön an die beiden für die Initiative und an meine Mitpöstlerinnen für die wöchentlichen Freuden!