Sonntag, 29. März 2020

Wilder Garten


Die Tutorials beim Sketchbook Revival sind thematisch und handwerklich sehr, sehr unterschiedlich, aber ich bin überzeugt, dass für jede und jeden etwas dabei ist. Ich bin heute ganz wunderbar abgetaucht in "How wild is your garden?" mit Karen Stamper. Oh my God. Das war so toll. Das hat so viel Spaß gemacht. Das muss ich unbedingt bald wieder machen, und zwar auf einer gaaaaanz langen Papierbahn und nicht nur auf 3xA5 ...


Das war in der Tat eine hübsche Sauerei mit Bleistift, Kohle, Ölpastellkreiden, Tusche, Fineliner, Woody, Kerzenwachs, Sprühflasche ... Aber jeden hinterher aufzufegenden Krümel wert.

Also, anmelden, mitmachen. Die Tutorials sind bis zum 26. April online.

Donnerstag, 26. März 2020

Collagen

Da ich für einen kleinen (kostenlosen!) Kurs bei Laura Horn (hier) eh gerade eine Menge Collagenpapiere hergestellt hatte, habe ich mich gestern von Ulrike inspirieren lassen und einen großen Bogen mit Schnipseln beklebt und auseinandergeschnitten. Jetzt noch ordentlich falzen und einen Umschlag anfertigen.



 Die habe ich in dem o.g. Kurs geklebt (jeweils A5):




Und so sieht es auf dem Ateliertisch aus, denn außerdem läuft im Augenblick ja auch noch Sketchbook Revival ...


Ich bleibe dahim, werkel weiter, gehe ein Mal die Woche einkaufen (Haferflocken habe ich gestern immerhin wieder bekommen, Toilettenpapier nicht. Und nur gut, dass ich kein Mehl brauchte!). Ich laufe ab und zu und mache mich langsam daran, den Garten aufzuräumen (Stauden zurückschneiden, Rosen schneiden, Pferdemist verteilen). Bleibt gesund!





Montag, 23. März 2020

Junk-Journal

Für das Sketchbook Revival habe ich mir ein Junk-Journal gebunden.


Grundlage sollte möglichst der Umschlag eines ausgedienten Buches sein. Das ist es bei mir auch, aber das Buch war relativ neuen Datums, deswegen habe ich den Umschlag mit Gelatinedrucken und blauem Buchleinen beklebt. Ein Jugendstilromanumschlag wäre echt schöner gewesen, hatte ich aber grad nicht da. Und der schwarze Gummi war schon dran: super praktisch!


Die Lagen bestehen aus allerlei Papieren: Atlasseiten, Packpapier, Schokoladentafelnverpackungspapier, Aquarell- und Zeichenpapier, halbfertige "Kunstwerke", Ausgemustertes, Buntes und so weiter. Und am Ende habe ich alle Ecken noch rund gestanzt, damit es zum Umschlag passt.



Das war schon mal ein guter Anfang.  Ich bin bereit.

Samstag, 21. März 2020

Handgeschöpftes Papier


Ein ganzes Konvolut handgeschöpfter Papiere und Kartons (bis ca. 600 g/m2) hat den Weg in mein Atelier gefunden.


Mit so edlem Ausgangsmaterial arbeite ich ja selten, aber hier war kein Halten, ich konnte gar nicht anders, ich musste einfach sofort ausprobieren, was da geht, wie das geht, was es macht.








Minimalistisch. Noch. Setze ich da noch Kalligrafie drüber? Rahme ich sie und hänge sie einfach so an die Wand? Keine Ahnung. Vorerst kann ich mich einfach nicht sattsehen an den schönen Strukturen.

Am Montag (23.3.) beginnt übrigens das Sketchbook Revival von Karen Abend. Letztes Jahr habe ich es zu spät mitbekommen und quasi nur zugesehen. Dieses Jahr bin ich dabei. Mein Junk-Sketchbook habe ich schon gebunden. Also: Zu Hause bleiben! Die Nerven nicht verlieren! Mitmachen! 


Donnerstag, 19. März 2020

Im Blätterwald 2



Für dieses Buch (15 x 15,5 cm) habe ich die Gelatindrucke auf beide Seiten einer 1,80 Meter langen Papierbahn geklebt und diese dann in 30-cm-Stücke unterteilt. Ich arbeite eben einfach gern in Serie ...



Außen kommt das Buch sehr schlicht daher. Doch mit Grau und Gelb nimmt der Umschlag Farben wieder auf, die in den Drucken schon vorhanden sind. Für die Deckel innen fand sich im Fundus noch ein passendes Papier mit Kleistertechnik in Zitronengelb.


Den Rücken finde ich dann schon recht entzückend.


Und innen drin darfs dann bunt zugehen.





Beim letzten Foto kann man erkennen, dass die gelben Stoffstreifen Schrägband sind, in das ich, damit es sich nicht verzieht, innen einen Streifen Papier eingeklebt habe.

Ich habe großes Vergnügen daran, wenn sich aus so einem Stapel Drucken, die vielleicht im Laufe eines Nachmittags oder Abends entstanden sind, etwas Neues zusammenfügt, was mehr ist als die Summe seiner Teile, ein Spiel korrespondierender Farben und Formen, Muster, Wiederholungen und Spiegelungen ...

Bleiben wir, um Susannes Kommentar unter meinem letzten Post zu zitieren, "kreativ, das gibt uns Verstand und Energie". Recht hat sie!

Dienstag, 17. März 2020

Im Blätterwald 1

Ich finde gerade schwer einen Rhythmus. Fürs Arbeiten. Fürs Kunstmachen. Fürs Posten auf dem Blog. Über vier Wochen habe ich nichts Neues eingestellt. Dabei sind ein paar tolle Sachen entstanden.


Allem voran ein Buch mit Durchblick aus einer Serie von Gelatinedrucken mit Pflanzen, die schon seit vielen Monaten (seit Mai 2019!) einer weiteren Bearbeitung harrten.


Ich habe dafür ein recht großes (25 x 25 cm), außen in schlichtem Schwarz (Buchleinen und Elefantenhaut) gehaltenes Buch aus schwarzem Tonkarton mit unterschiedlich breiten Seiten gebunden, in die ich zusätzlich noch zahlreiche rechteckige Fenster geschnitten habe. So kann man die eingeklebten Drucke oft durch mehrere Seiten hindurch sehen, immer mit anderen Ausschnitten.




Eine Wunderkammer. Nur schwer zu fotografieren, sowohl bei Knallsonne als auch bei bedecktem Himmel sind die Farben einfach nicht so wie in Echt. Egal.

Freitag, 14. Februar 2020

Den inneren Antreiber in die Wüste geschickt ...

... habe ich diese Woche nach einem Gespräch mit einer Freundin.


Und dann bin ich ins Atelier gegangen (ohne dass ich einen Plan, eine Idee oder auch nur einen Impuls hatte, so erschöpft war ich vom Kampf mit dem IA (s.o.)) und habe mir gesagt: Du ziehst jetzt irgendein Buch aus dem Regal, schlägst es irgendwo auf und machst einfach, was dort steht.



Ölpastellkreiden, Aquarellfarben und Acrylfarben. Mein liebstes Spielzeug.


Das Buch war "Expressive Flower Painting" von Lynn Whipple. Na, so ein Zufall ...

Sehnt sich da eine nach Wärme, Blumen und Blüten, nach Sonne und Leichtigkeit? Definitiv!


Mittwoch, 12. Februar 2020

Puzzle

Kürzlich hatte ich hier einen großen Meister auf dem Tisch - Vincent van Gogh "Unterholz mit zwei Figuren" (falls das Bild wirklich so heißt), in 1000 Teilen.


Ich puzzle für mein Leben gern, schon immer, doch erst 2017, nach dem Handgelenksbruch, habe ich mich wieder daran erinnert. Und mit Freude festgestellt, dass es heutzutage ja wunderschöne Puzzle-Motive gibt (jenseits von Landschaftsfotos, Welpen oder ähnlichem).   


Jetzt war also ein van Gogh dran. Und der war um einiges schwieriger, als ich gedacht hatte.


Aber das ist nichts im Vergleich zu der Überraschung, die mich erwartete, als ich den Karton mit Paul Klee "Burg und Sonne" auspackte. Wer hat denn schon mal solche Puzzleteilchen gesehen?



Ob ich mich damit anfreunden kann? Ich weiß nicht ... 

Sonntag, 26. Januar 2020

Fressfeinde


Im Herbst kamen beim Gelatinedruck als Schablonen auch Blätter zum Einsatz, die im Laufe ihrer kurzen Lebensspanne schon ziemlich von Fressfeinden angenagt worden waren. Besonders eines hat mich mit seiner filigranen Struktur ungeheuer fasziniert.


Es erwies sich erstaunlich robust, wozu vielleicht  ja auch die Acrylfarbe beitrug, die bei jedem neuen Druck auf dem Blatt haften blieb und trocknete. Diese Woche habe ich aus 16 Drucken ein schmales Büchlein gebunden.