Donnerstag, 16. März 2017

Was da auf den Tisch kam ...

... war einfach absolut fantastisch. Beim letzten Termin haben gestern Abend alle ihre "gesammelten Werke" ausgelegt - ich bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Hier also die Bücher, Alben, Sammelalben, Leporellos und Hefte der Teilnehmerinnen am Kurs "Buchbinden für Unerschrockene" an der VHS Eutin im Februar/März 2017:







 






Was mich besonders freut: Das ist viel mehr als das, was wir an den sechs Abenden gefertigt haben. Und das heißt, alle haben den Faden aufgenommen und daheim weitergewerkelt. Danke!!!


Mittwoch, 15. März 2017

Ein dickes Dankeschön


Im Mai letzten Jahres gehörte auch ich zu den Glücklichen bei Michaelas wunderbarem Druck- und Buchbinde-Workshop in der schönen Dombacher Mühle. Zwei Tage, die nicht vorhersehbare Auswirkungen haben sollten. Das Werkeln in der Gruppe, der Austausch, das Gegenseitig-über-die-Schulter-Schauen, das alles hat mir so gut gefallen, dass ich, als ich wieder zu Hause war, dachte: Das will ich öfter. Unbedingt.

Bücher binde ich schon eine ganze Weile. Es war nach meinem ersten Aquarellkurs auf Sylt vor gut zehn Jahren ganz selbstverständlich: Ich liebe Papier, mein ganzes Berufsleben dreht sich um Bücher, da war es vollkommen logisch: Bilder und Zeichnungen gehören ins Buch. Künstlerbücher sind mein Ding.

Und dann fand ich in der VHS in Eutin Menschen, die bereit waren, es mich ausprobieren zu lassen. Seit Herbst letzten Jahres unterrichte ich dort also „Buchbinden für Unerschrockene“. Zwei sechswöchige Mittwochabend-Kurse und ein Wochenende mit Skizzenbüchern sind über den Winter erfolgreich und fröhlich gelaufen, das nächste Studienjahr ist in Vorbereitung.

Und deswegen ist an dieser Stelle einmal ein ganz dickes Dankeschön fällig:

Danke, liebe VHS – Frau Bunse, Frau Petersen und Frau Scheuch –, dass Sie mich mit mehr als offenen Armen aufgenommen haben.

Danke, liebe Teilnehmerinnen, dass Ihr Euch auf das Experiment mit mir eingelassen habt. Dass ich Euch etwas zeigen und mit und von Euch lernen durfte.

Danke, Michaela, für den Stups in die richtige Richtung (auch wenn es Dir gar nicht bewusst war). 

Im Laufe des letzten halben Jahres ist im Kontext der Kurse eine ganze Reihe von kleinen Büchern entstanden: Hardcover, Softcover mit Papier bzw. Kunstleder bezogen, Bücher mit japanischer Bindung in mehreren Varianten, mit koptischer Bindung, mit Langstichbindung und solche mit Buchschrauben, Leporellos mit diversen Deckeln/Umschlägen, Faltbücher aus einem Blatt und allerlei Hefte (einfache Hefte, Doppelhefte, Zickzackhefte) sowie Lesezeichenleporellos – als Muster und Anschauungsobjekte. 








 Lauter kleine, feine Schönheiten.


 Eine richtige Schatzkiste, die sich zweifelsohne weiter füllen wird.

Vielleicht erlauben mir die Teilnehmerinnen auch noch, ihre selbstgebundenen Schönheiten zu zeigen. Dann folgt demnächst noch eine Fotostrecke.

 Wir haben geschimpft und geflucht, uns die Finger zerstochen, gewerkelt, geschnitten, genäht, geklebt, uns müde die Augen gerieben und gestaunt und gelacht.

Ihr habt mich sehr froh gemacht in diesem halben Jahr, alle miteinander.


Danke!


Geduldiges Modell

Katzen sind so schwer zu zeichnen. Ja, sie halten still, wenn sie mal schlafen, aber ihre Posen ... Schon beim Hingucken komme ich mit der Anatomie durcheinander, beim Zeichnen erst recht.


Na, das Kritzelbuch ist geduldig mit mir. Und Leo auch.


Dienstag, 14. März 2017

Noch mehr Krähen

Diese Krähenversammlung gehört auch noch zu meinem Winterreise-Projekt. Spielerische Fortsetzung sozusagen.


Ja, genau, Milchtütendruck oder Radierung auf Saftkarton.




Donnerstag, 9. März 2017

Doppelheft-Bindung

Die Bindung, die ich vor ein paar Tagen gezeigt habe, ist ziemlich einfach. Ich hab's mal von oben fotografiert, dann wird es schnell klar.


Der Karton für den Umschlag ist ein langer Streifen, so hoch wie die zwei Lagen, die eingebunden werden. Die Breite richtet sich danach, wie viel "Steg" ich am Ende in der Mitte haben will. Den Streifen ein Mal falzen (Außenseite nach innen), die Stelle festlegen, wo die Lagen festgenäht werden, mit einem einzigen Faden von beiden Seiten je eine Lage zusammen festnähen, umschlagen (das Ganze von innen nach außen), noch mal umschlagen (die beiden Deckel an der richtigen Stelle nach innen), fertig. 



Versteht man das?


Hier sieht man's noch mal im fertig gefalteten Zustand.

ERGÄNZUNG VOM 23.3.: Eva (KLICK) hat aufgezeichnet, wie's geht. Danke, liebe Eva!

Mittwoch, 8. März 2017

Krähe, wunderliches Tier

Tief beeindruckt hat mich im vergangenen Jahr ein Besuch im Ballett Winterreise von John Neumeier in Hamburg. Sie tanzen nach der Version von Hans Zender, allerdings wird die Musik live gespielt, sie kommt nicht vom Band. Musik und Tanz gehen eine solche Einheit ein, dass mich das nicht mehr losließ. Und durch den Kopf ging mir immer wieder die Zeile "Krähe, wunderliches Tier". Ich weiß nicht, wie viele Versionen der Winterreise ich danach rauf und runter auf CDs gehört habe, aber es waren etliche. Irgendwann war ich so voll davon, dass in einem VHS-Kurs in Hamburg bei Barbara Landbeck eine ganze Reihe schnell hingeworfener Zeichnungen im A6-Format entstanden, die ich zu einem Leporello gebunden habe.

 Umschlag vorn
 Umschlag hinten





Die Postkarten habe ich alle auf Papier geklebt und ins Leporello eingenäht. Da sind Acrylfarben im Spiel, Fineliner, Tusche, Bleistift, Collage. Die Klebung hat nicht so schön funktioniert, das Papier wellt sich an vielen Stellen sehr unschön, aber das Ganze hält für mich doch sehr gut fest, wie tief mich diese Tanzkunst berührt hat.

Dienstag, 7. März 2017

Leo

Als ich kürzlich eine Blindzeichnung von der Katze machte, war der Kater wohl ein wenig eifersüchtig und sprang auf den Tisch, um sich das Ganze mal anzusehen.


Dann schnappte er sich den Füller.


Vermutlich, um die Zeichnung noch ein wenig zu verschönern. 


Während Lili seelenruhig auf der Couch poste. 


Montag, 6. März 2017

Frühlings-Post-Boten

Auch hier laufen die ersten Vorbereitungen für die Mail Art Aktion von Michaela Müller und Tabea Heinicker. Dabei bin ich die Letzte in meiner Gruppe ...


Ich weiß, die sind noch ein bisschen zu groß, aber die Farben kommen schon hin. 


Und auch die Bindung mag ich sehr.

 

Alles im Rahmen

Auf zwei Doppelseiten eines Skizzenbuches haben sich im letzten Jahr ein paar ausgestanzte Diarähmchen mit Resten von Zeichnungen und Kalligrafieübungen auf Packpapier versammelt.



Das gefiel mir so gut, dass ich später ein ganzes Buch mit solchen Rähmchen gefüllt habe.

Freitag, 3. März 2017

Laut und leise

Im Augenblick wird viel aus- und rumprobiert und gelernt. So entstand vor kurzem auch dieses Blatt.

Ölkreiden, Bleistift, Ponal, Ölfarben, Collage



Donnerstag, 2. März 2017

Zwei dicke Schinken

Anfang des Jahres habe ich mir zwei dicke Bücher gebunden, so richtig große, fette Schinken. 


 

Eigentlich sollte es nur eines werden, aber das Papier war einfach zu dick, und so wurden es zwei. Begleitet von dem festen Vorsatz, jeden Tag irgendetwas hineinzuzeichnen, zu collagieren, zu kritzeln ...


Damit das auch funktioniert, habe ich einen Abreißkalender auseinandergenommen und auf jede Seite ein Kalenderblatt geklebt. Da gibt's jetzt kein Vertun. Das Jahr hat mit Häusern angefangen, aber es findet sich auch schon allerlei anderes darin.




Mittwoch, 1. März 2017

Noch mehr Häuser

Bei der Weihnachtspostaktion im vorletzten Jahr - "Milchtütendruck" zum Thema Katzen - habe ich sehr mit der Materie und mit der Technik gekämpft, während andere sogar Radierungen druckten (was mich endlos faszinierte und schwer beeindruckte. Ich erinnere nur an Katze im Baum).

Um zu lernen, wie das funktioniert, habe ich im letzten Jahr an der Freien Kunstakademie Hamburg an einem wunderbaren Kurs bei Christiane Lüdtke zum Thema Radierung auf Saftkarton teilgenommen.

Dort sind neben anderen Motiven auch noch ein paar Häuser à la Hanne entstanden.


 

Sehr spannend fand ich, wie stark man durch den Farbauftrag auf der Milchtüte Einfluss auf das Druckergebnis nehmen kann.